
ÜbersichtSie haben mit Schmerz begonnen.
Ein seltsamer Schmerz.
Ein tiefer, brennender Schmerz im Gesäß.
Elektrische Schläge, die durch das Bein schießen.
Ein Schmerz, der zunächst Ihrem Zyklus folgt –
und dann irgendwann aufhört, ihm zu folgen.
Der Schmerz wird konstant.
Unerträglich.
Irgendwo zwischen 8 und 10 – oder sogar 15 auf einer Skala von 0 bis 10.
Zuerst heißt es, es sei der Rücken.
Dann das Bein.
Dann die Muskeln.
Dann Ihre Haltung.
Dann Ihr Stress.
Sie machen Physiotherapie.
Sie dehnen.
Sie trainieren.
Sie nehmen starke Schmerzmittel und Hormone –
ohne Wirkung, aber mit massiven Nebenwirkungen.
Nichts ändert sich.
Sie hören auf zu sitzen.
Sie hören auf, längere Strecken zu fahren.
Sie hören auf zu reisen.
Sie schlafen schlecht.
Sie verlieren das Vertrauen in Ihren eigenen Körper.
Sie passen Ihr Leben an den Schmerz an.
Dann kommen Hormone.
Zuerst Hoffnung.
Dann Enttäuschung.
Nebenwirkungen.
Der Schmerz verändert sich – verschwindet aber nicht.
Dann kommt die Operation.
Sie wachen hoffnungsvoll auf.
Sie gehen enttäuscht nach Hause.
Der Schmerz ist noch da.
Dann eine weitere Operation.
Und noch eine.
Ihr Leben wird zu einer Abfolge von Wartezimmern, MRTs, Überweisungen und unbeantworteten Fragen.
Eines Tages fühlt sich Ihr Bein anders an.
Nicht nur schmerzhaft – sondern schwach.
Schwer.
Unzuverlässig.
Der Fuß beginnt abzusinken.
Sie stolpern.
Sie kompensieren.
Ihr Becken kippt.
Ihr Gang verändert sich.
Ihr Bein fühlt sich nicht mehr wirklich wie Ihr eigenes an.
Die Hautempfindungen werden fremd, fern, unwirklich.
Ihr Körper schützt Sie nicht mehr –
er lässt Sie im Stich.
Man sagt Ihnen, das sei „postoperativ“.
Man sagt Ihnen, es werde besser.
Es wird nicht besser.
Man sagt Ihnen, es sei „psychisch“.
Währenddessen wird Ihr Nerv still und leise zerstört.
Die Endometriose des Ischiasnervs verhält sich nicht wie die „klassische“ Endometriose.
Sie bildet keine großen Knoten.
Sie sitzt nicht auf Organen.
Sie lebt in Nervenkorridoren.
Manchmal im Inneren des Nervs selbst.
Sie wächst dort, wo die Bildgebung selten hinschaut.
Sie versteckt sich hinter Gefäßen, Faszien, Bändern und Narbengewebe.
Selbst ein MRT kann völlig unauffällig sein.
Besonders wenn:
• die Radiologin / der Radiologe nicht auf Beckennervenerkrankungen spezialisiert ist
• das MRT unter hormoneller Suppression durchgeführt wird
• das MRT nicht zyklusgerecht geplant ist
Und so hören Sie erneut:
„Man sieht nichts.“
Das MRT ist notwendig, um Tumoren, Bandscheibenvorfälle, Schwannome und grobe Komplikationen auszuschließen.
Aber es kann nicht zeigen:
• ob der Nerv von innen infiltriert wird
• wie viele Nervenfasern bereits zerstört sind
• ob Teile des Nervs reseziert werden müssen
• ob eine intraneurale Exploration erforderlich ist
• ob die Zeit gegen Sie arbeitet
Diese Fragen sind bildgebend unsichtbar –
aber entscheidend für Ihre Zukunft.
Neuropelveologie sieht, was Bildgebung nicht sehen kann.
Sie hört Ihrem Schmerz zu.
Sie kartiert Ihre Symptome entlang der Nervenanatomie.
Sie erkennt Muster, die in keinem MRT-Befund stehen.
Sie misst Nervenfunktion – nicht nur Strukturen.
Sie sagt, ob Ihr Nerv noch zu retten ist.
Sie sagt, ob eine Operation dringend ist.
Sie sagt, ob Zuwarten Sie eine bleibende Behinderung kosten wird.
Dies ist nervenerhaltende Medizin.
Denn verlorene motorische Nervenfasern wachsen nicht nach.
Und wenn das Gehen betroffen ist, verändert sich das Leben für immer.
Sie sind nicht schwierig.
Sie übertreiben nicht.
Sie sind nicht „zu sensibel“.
Sie sind verletzt.
Und Ihr Nerv verdient Schutz.
— Prof. Marc Possover
Begründer der Neuropelveologie
Warum zyklischer ...
Possover Marc, MD, PhD
Gründer & ...
Dieser Artikel über die Überaktive Blase ...
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